14.3. 20:00 Zakk, Düsseldorf: Alec Kopyt & Uli Hufen

Alec Kopyt & Uli Hufen
Alec Kopyt & Uli Hufen

Für alle rheinischen Fans: Am 14.März habe ich noch einmal das Vergnügen, „Das Regime und die Dandys“ gemeinsam mit dem fabelhaften Alec Kopyt zu präsentieren. Im Zakk in Düsseldorf, ab 20:00! Kommt alle, es wird schön!

Hier ist der fabelhafte Alec Kopyt:

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Гражданская Оборона/Grazhdanskaja Oborona/Zivilverteidigung

Wir sind Eis unter den Füßen des Majors. Moskau 5. März 2012

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Der neue Putin: Geliftet und dämlich

Das hier könnte leicht das Dümmste sein, was Putin je getan und gesagt hat. Mal ganz abgesehen davon, dass er unverfroren lügt. Auf eine Frage nach den Protesten gegen die Wahlfälschungen antwortet der Premier und Präsidentschaftskandidat heute morgen live vor Millionen Zuschauern: „Sie sagen ja, viele Leute demonstrieren, weil sie unzufrieden damit sind, wie die Macht mit ihnen umgeht. Aber schauen Sie, was man im Fernsehen sehen konnte. Einige Leader der Opposition, die die Leute zu den Demonstrationen gerufen haben, was haben die denn geschrien? „Vorwärts ihr Hammel!“ Was ist das denn? Man kann doch mit den Leuten nicht reden wie mit Vieh! Die Leute sind mit der Macht unzufrieden. Wollen Sie etwa so eine Macht? Ich weiß, dass man Studenten fürs Demonstrieren etwas Geld bezahlt hat. – Das ist auch gut! Die sollen ruhig etwas dazuverdienen! Aber sich erniedrigen zu lassen – das geht nicht.“

Einen größeren Gefallen als diese dämliche, dreiste Lüge konnte Putin seinen Gegnern nicht tun. Der starke (und offenbar kürzlich stark geliftete) Mann verliert die Orientierung.

Hier noch ein Video, in dem man sehen kann, wie die wenigen Pro-Putin Demonstranten nach ihrer traurigen Demonstration vom 12.Dezember bezahlt werden. Und eine Zahl, die zeigt, was das Internet kann und wie viele Leute in Russland die Nase voll haben. Seit Dienstag haben allein auf youtube mehr als 400.000 Leute das Video gesehen.

PS: #ботокс wird während Putin redet und redet und weiterredet zum weltweiten Twittertrend, auf Russisch. Und ein russischer Kommentator schreibt: „Ein alter, kranker, von Botox zerstochener Seniler redet Unsinn, aber das ganze Land – vom Taxifahrer bis zum Twitterer – diskutiert seine Worte.“

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Gibt es Musik in Sibirien?

Heute Abend auf HR2, auch als Livestream im Netz:

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Postmodernismus und Antimaterie

Die Oktoberrevolution wird, wie bekannt, selbst in Russland nicht mehr als freudvolles Ereignis betrachtet, jedenfalls nicht im Kreml, und darum auch nicht gefeiert. Eine Militärparade auf dem Roten Platz gibt es heute, am 94. Jahrestag der Revolution trotzdem. (Video)

Die heutige Parade erinnert allerdings keineswegs an die Oktoberrevolution, wie kurzsichtige Bürger denken könnten, sondern an eine andere Militärparade, die heute vor 70 Jahren zum 24. Jahrestag der Oktoberrevolution abgehalten und von Stalin persönlich abgenommen wurde. Die Parade damals war ein Zeichen an die Deutschen, die kaum eine Panzer-Stunde vor Moskau standen.

Das Lied, das im Video läuft ist das legendäre: „Swjaschtschennaja Wojna – Heiliger Krieg“ von Alexander Alexandrow und Wassilij Lebedew-Kumatsch. Der Text des Liedes entstand zwei Tage nach dem Einmarsch der Deutschen im Juni 1941, zwei weitere Tage später wurde es erstmals aufgeführt. Am Oktober 1941 spielte das Staatsradio das Lied jeden Tag.

Hier die Rede Stalins an die „Genossen Rotarmisten und Matrosen der Roten Flotte, Kommandeure und politische Funktionäre, Arbeiter und Arbeiterinnen, Kollektivbauern und Kollektivbäuerinnen, Kopfarbeiter, Brüder und Schwestern im Hinterland unseres Feindes, die ihr vorübergehend unter das Joch der deutschen Räuber geraten seid, und ihr, unsere ruhmreichen Partisanen und Partisaninnen, die ihr die rückwärtigen Einrichtungen und Dienste der deutschen Eindringlinge zerstört!“

Update: Gerade finde ich noch dieses fantastische Foto vom 10. Jahrestag der Revolution, 1927.

Auch 1927 gab es eine Parade auf dem noch ungepflasterten Roten Platz. Die Chefs standen nicht auf dem damals noch hölzernen Mausoleum, sondern auf einer kleinen Tribüne rechts davon.  Es war sehr kalt.

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HR2 – Dandys im Radio

Heute um 12:05 und dann noch mal um 23:05: ein langes Gespräch über russische Popmusik und sowjetische Gauner. Auch als Livestream und Podcast.

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Zhanna Agusarowa

1986, erster (oder 1987, zweiter?) Fernsehauftritt mit „Bravo“, die Agusarowa war gerade aus dem Arbeitslager zurück und durfte wahrscheinlich nicht anziehen, was sie normalerweise angezogen hätte.

1993 – zurück aus L.A., wieder im russischen Fernsehen, in ihren eigenen Kleidern:

Update: Gerade finde ich noch die komplette, vollkommen phänomenale Fernsehsendung von 1986, aus der das 1. Video stammt. Komplett mit Anmoderation, mit der „bereits alten und kranken“ Alla Pugatschowa, die „Bravo“ den Auftritt verschafft hatte, vor allem aber mit dem sowjetischen Publikum des Jahres 1986. Menschen aus einer untergegangenen Zeit, nicht wegen ihrer seltsamen Kleider, sondern wegen der Fragen, die sie zwischendurch an Bravo und die Pugatschowa stellen. „Ist der Name des Kollektivs nicht etwas zu prätentiös?“ fragt einer. „Welche Ziele haben Sie, Alla Borissowna, wenn Sie junge Gruppen unterstützen: kommerzielle oder künstlerische?“ Irgendwann, im 3. Teil, ruft einer: „Für diese Musik muss man einfach dankbar sein. Die Musik, die im Radio und Fernsehen läuft, nervt. Seid dankbar und hört auf dumme Fragen zu stellen.“ Alle lachen, aber das unfassbare Verhör geht immer weiter. Die Leute haben Fragen und die Künstler müssen antworten. Wer verstehen will, was die Sowjetunion und was die Perestroika waren, kann genauso gut hier anfangen. Der Höhepunkt kommt im 7. Teil. Großer Auftritt echter Soziologen, die Fragebögen der Zuschauer auswerten und den Künstlern Tips für die Karriere geben. 52% der Zuschauer finden Bravo gut, aus allen Altersgruppen. Aber leider: die Texte finden viele primitiv, sie entsprechen nicht den geistigen Bedürfnissen des Publikums! Der wissenschaftliche Sozialismus auf dem Höhepunkt seiner Schaffenskraft.

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