Pussy Riot #02

Damit keine Missverständnisse aufkommen: Free Pussy Riot!

Aber: Es hat eine Weile gedauert, doch allmählich scheinen die westlichen Medien zur Besinnung zu kommen was Pussy Riot angeht.

Hier ist Simon Jenkins im Guardian: „The west’s hypocrisy over Pussy Riot is breathtaking“/“Die Heuchelei des Westens über Pussy Riot ist atemberaubend“. Jenkins erklärt, wofür man in Großbritannien und den USA so alles schnell und lange ins Gefängnis kommen kann, ohne dass irgendwer mit der Wimper zuckt.

Hier ist Vadim Nikitin in der New York Times: „The wrong reasons to back Pussy Riot/Die falschen Gründe Pussy Riot zu unterstützen“. Nikitin erklärt dem liberalen Publikum, was Pussy Riot noch alles Schönes im Kopf haben, außer Putin doof finden.

Und hier ist das neue Lied von Pussy Riot, veröffentlicht am Tag ihrer Verurteilung. Auffällig ist vor allem, dass ohne ein kühl kalkuliertes Schockvideo wie das aus der Erlöserkathedrale wenig bleibt, das irgendwen vom warmen Ofen locken würde: armseliger 0-8-15 Punkrock mit dämlichen, pseudo-radikalen Texten.

PS: Ach so: Pussy Riot sind keine Band, sondern ein Performance Kollektiv. Hier sind Nadeschda Tolokonnikowa, ihr Mann Petr Versilow und ein paar andere bei einer Anti-Medwedjew-Performance aus dem Jahr 2008. Schlechter und dümmer und dreister war politische Aktionskunst wohl nie.

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