Mikael Tarewerdijew/Микаэл Таревердиев

Es regnet, es ist kalt, seit gestern hängt der Wintermantel nicht mehr im Schrank, sondern am Haken, griffbereit. Allerhöchste Zeit hierfür:

Do Swidanija, Maltschiki“/ „Auf Wiedersehen, Jungs“ (1964) ist eins der strahlendsten Beispiele für die sowjetische Nouvelle Vague der späten 50er und 60er Jahre. Der Film stammt von Michail Kalik, die fabelhafte Musik von Mikael Tariwerdijew, dem sowjetischen Morricone. Kalik emigrierte 1971 nach Israel, Tariwerdijew blieb und schrieb die Musik zu 132 Filmen, Kammermusik, zahllose Lieder, vier Ballets, vier Opern und vieles mehr. Hier ein Stück aus dem Straßenfeger „17 Augenblicke des Frühlings„. Der sowjetisch Agent Stirlitz, der im 3. Reich in geheimer Mission unterwegs ist, trifft in einem deutschen Cafe seine Frau, darf aber nicht mit ihr sprechen. Die Szene dauert unfassbare fünfeinhalb Minuten ohne jedes Wort. Wjatscheslaw Tichonow als Stirlitz, die bezaubernde Eleonora Schaschkowa als seine Frau und Tarewerdijews Klavier.

Und hier Maja Kristallinskaja mit einem Lied von Tariwerdijew aus einem weiteren Film von Michail Kalik. Ein sowjetischer Fan fühlt sich allerdings an David Lynch erinnert. „U tebja takie glasa“/“Du hast Augen“ stammt ursprünglich aus dem Film „Tschelowek idjot sa solncem“/“Ein Mensch geht der Sonne nach“ von 1961. Tarewerdijew gab dem Lied ein sehr langes Klavierintro. Aber Maja Kristallinskaja (Was für ein Name!) kommt, keine Sorge!

PS: Nein, mit Blatnjak hat all das nichts zu tun.

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