Ach, Odessa! Mutter Odessa!

Am 23. Februar 1975 spielt Arkadij Sewernyj in Leningrad zum ersten Mal ein Tonbandalbum mit einer Band ein. Die logistischen Probleme im Vergleich mit einem reinen Gitarrenalbum sind enorm: Es gibt in Leningrad keine Studios, die man einfach mieten könnte. Ohnehin ist das ganze Unternehmen illegal und verläuft hochkonspirativ. Ein geeigneter Raum muss gefunden, professionelles Equipment beschafft, erfahrene Sessionmusiker gefunden werden. Das Programm besteht nahezu komplett aus Liedern über Odessa-Mama, die mythische, freie Stadt am Schwarzen Meer, Hauptstadt der russischen Gangster, besungen in unzähligen Liedern seit ihrer Gründung Ende des 18. Jahrhunderts.

Sewernyj war zum Zeitpunkt der Aufnahmen noch nie in Odessa gewesen, er kannte Odessa nur aus den Erzählungen von Isaak Babel und anderen. Erst im Frühjahr 1977 wird er selbst nach Odessa reisen, um den Thron des besten Interpreten Odessaer Chansons zu besteigen.

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