Arkadij Sewernyj: Gop-so-smykom. 1972

Kurz nach dem Leonid Utjosow Gop-so-smykom 1932 für eine Schellackplatte eingesungen hatte, geriet das Lied auf eine inoffizielle schwarze Liste. Bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 wurde Gop-so-smykom nie mehr offiziell aufgenommen oder aufgeführt.

Aber das hieß nicht, dass das Lied vergessen wurde. Ganz im Gegenteil. Als Arkadij Sewernyj Gop-so-smykom 1972 für sein Tonbandalbum „Musikalisches Feuilleton. Programm für Goskonzert“ einsingt, ist aus dem Odessaer Gaunerlied der 20er Jahre ein nationaler Klassiker geworden.

Mit dem „Musikalischen Feuilleton“, das in Leningrad von dem legendären Undergroundhelden Rudolf Fuks produziert und vertrieben wurde, begann Sewernyjs Aufstieg zu einem der größten russischen Chansonniers der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Zwischen 1972 und seinem frühen Tod 1980 nahm Sewernyj mehr als 100 Tonbandalben auf. Alle illegal.

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